Olympische (Winter-)Spiele zwischen Entertainment und polit-ökonomischer Verwertung

Am Dienstag, dem 24. März 2026 um 18:30 Uhr findet in der Fachbibliothek Zeitgeschichte eine Veranstaltung statt, die eine Buchpräsentation mit einer interdisziniplären Podiumsdiskussion verbindet.

Einladungsfolder (PDF)

Programm:
Begrüßung
Markus Stumpf | Fachbibliothek Zeitgeschichte, Universität Wien

Vorstellung des Netzwerks Sport History_Studies Austria
Rudolf Müllner | Sportwissenschaftler, Historiker, Universität Wien

Buchpräsentation „Olympische Winterspiele in Innsbruck. Vorgeschichten – Bedeutungen – Nachwirkungen“
Matthias Egger | Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Wolfgang Meixner | Historiker, Universität Innsbruck

Podiumsdiskussion
Anita Kern | Grafikdesignerin und Kulturwissenschaftlerin, Universität für angewandte Kunst, Wien
Wolfgang Meixner | Historiker, Universität Innsbruck
Rudolf Müllner | Sportwissenschaftler, Historiker, Universität Wien
Georg Spitaler | Historiker, Politologe, VGA/Wien
Ingrid Turković-Wendl | Olympionikin, ehem. Fernsehmoderatorin, Wien
Lukas Zahrer | Sportjournalist, Der Standard, Wien
Moderation:
Agnes Meisinger | Historikerin, Universität Wien

Im Anschluss laden wir zu Brot und Wein


Zur Veranstaltung:

Die Veranstaltung verbindet die Präsentation des Sammelbandes Olympische Winterspiele in Innsbruck. Vorgeschichten – Bedeutungen – Nachwirkungen mit einer interdisziplinären Podiumsdiskussion.
Die Olympischen Winterspiele begannen 1924 relativ bescheiden als Internationale Wintersportwoche im französischen Chamonix. Seither haben sie sich zu einem fixen Bestandteil des globalen sportindustriellen Komplexes entwickelt. In der Geschichte der Winterspiele dokumentieren sich sowohl globale politische Verwerfungen als auch viele Elemente eines radikalen Transformationsprozesses des modernen Sports. Für Österreich haben Winterspiele seit jeher eine große Bedeutung. Zu erinnern ist heuer etwa an die runden Jubiläen der Spiele von Cortina d`Ampezzo 1956 und Innsbruck 1976.

Zum Buch:
Im Februar 2026 jährt sich die Austragung der XII. Olympischen Winterspiele in Innsbruck zum 50. Mal. Zwölf Jahre nach 1964 war die Tiroler Landeshauptstadt erneut Gastgeberin und festigte ihren Ruf als „Sportstadt“ und inoffizielle „Hauptstadt des Wintersports“. Der Band rückt weniger das sportliche Geschehen als vielmehr die organisatorischen, strukturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Spiele sowie ihre Nachwirkungen in den Fokus.

Zur Podiumsdiskussion:
In der wissenschaftlichen Forschung stehen die Winterspiele im Schatten der größeren olympischen Sommersportevents. Entsprechend lückenhaft ist der Forschungsstand; das verfügbare Wissen bleibt in vielen Bereichen fragmentarisch. Gerade diese Defizite liefern Gründe genug, um sich mit den historischen Entwicklungslinien und den aktuellen Erscheinungsformen der Winterspiele näher zu beschäftigen. In einer anschließenden Podiumsdiskussion gehen Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Feldern den vielschichtigen Bedeutungen dieser Art von Sportereignis sowohl für die  Sportnation Österreich aber auch generell für den globalisierten und mediatisierten Sport nach.


Organisation:
Agnes Meisinger, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Rudolf Müllner, Netzwerk Sport History_Studies Austria

Eine Kooperation von
Fachbibliothek Zeitgeschichte, Universitätsbibliothek Wien
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Netzwerk Sport History_Studies Austria