Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 15: Ungarn
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 15: Ungarn
Am 27. April 2022 um 18:30 Uhr fand in der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte im Rahmen der Veranstaltungsreihe *at the Library die Buchpräsentation "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 15: Ungarn" statt.
Die Veranstaltung fand hybrid (Besucher vor Ort und Livestream) statt. Eine Aufzeichnung des Livestreams ist auf Phaidra abrufbar: phaidra.univie.ac.at/o:1542494
Programm
Begrüßung
Markus Stumpf | Leiter der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte, Universität Wien
Einleitende Worte
Kerstin von Lingen | Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Zum Buch
Regina Fritz | Historisches Institut, Universität Bern
im Gespräch mit
Kerstin von Lingen | Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Im Anschluss Brot und Wein
Zum Buch
Im Frühjahr 1944 begann die SS zusammen mit ungarischen Stellen über 430.000 Personen jüdischer Herkunft aus dem ungarischen Kernland und den ungarisch besetzten Gebieten zu deportieren. Die Mehrheit der Verschleppten erreichte nach wenigen Tagen Auschwitz-Birkenau, wo drei Viertel von ihnen sofort nach Ankunft ermordet wurden. Nach der vorläufigen Einstellung der Transporte im Sommer 1944 wurden diese im November 1944 erneut aufgenommen. Diesmal führten sie in Zwangsarbeits- und Konzentrationslager im deutschen Reichsgebiet.
In 315 Schriftzeugnissen dokumentiert der Band nicht nur das Schicksal der Juden nach der deutschen Besetzung im März 1944, sondern zeichnet auch ihren schrittweisen Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben Ungarns seit 1938 nach sowie die physische Gewalt gegen einzelne Gruppen vor 1944. Der geographische Fokus der Publikation liegt auf dem Gebiet Ungarns, dessen Grenzverläufe im Friedensvertrag von Trianon 1920 festgelegt wurden, und auf den seit 1938 von Ungarn besetzten Regionen.
Zur Autorin
Dr.in Regina Fritz ist PostDoc Assistentin am Historischen Institut der Universität Bern, 2006-2017 war sie externe Lektorin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Sie forscht und lehrt zu Geschichte Ungarns und Österreichs im 20. Jahrhundert, Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen sowie zu Methoden der Oral History und Musealisierung.
Eine Kooperation von
Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte, Universitätsbibliothek Wien, Universität Wien
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Forschungsschwerpunkt "Diktaturen, Gewalt, Genozide" der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien